Zwischen Ruhr und Lippe, Duisburg und Hamm liegt das „Revier“, der drittgrößte Ballungsraum Europas. Es verdankt seine Bedeutung vor allem der Steinkohle. Seit dem 19. Jahrhundert wurde daraus Koks gewonnen, welcher in den Hochöfen der Eisen- und Stahlhütten benötigt wurde.
5,3 Millionen Menschen leben hier in Großstädten, die wirken, als wären sie zu einer einzigen verschmolzen: Duisburg, Oberhausen, Mühlheim, Bottrop, Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Herne, Recklinghausen und Dortmund.
Spannende Einblicke in die Arbeit unter Tage gewährt das Industriemuseum Zeche Zollverein in Essen, seit 2002 UNESCO-Welterbe. Rund 400 000 Besucher kommen jährlich ins Deutsche Bergbaumuseum in Bochum. Vom Leben der Menschen im Ruhrgebiet erzählt das Bergarbeiter-Wohnmuseum in Lünen am nordöstlichen Rand des Ruhrgebiets.
Einen Eindruck vom beschaulichen Dasein, bevor Kohle und Stahl die bestimmenden Faktoren dieser Region wurden, vermitteln die vollständig erhaltenen historischen Ortskerne von Hattingen-Blankenstein und Herten-Westerholt.
Der Essener Dom blickt auf eine über 1000-jährige Geschichte zurück. Die Villa Hügel in Essen ist das 1873 fertig gestellte ehemalige Wohnhaus der Industriellen-Familie Krupp. Seit 1953 finden hier regelmäßig große Kunstausstellungen von internationalem Rang statt. Das Museum Folkwang in Essen zählt zu den bedeutendsten Museen der Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Im Essener Grugapark steht das von Friedensreich Hundertwasser entworfene „Ronald-McDonald-Haus“.
Sehenswert ist auch das Schiffshebewerk Henrichenburg am Dortmund-Ems-Kanal, das 1899 von Kaiser Wilhelm persönlich eingeweiht wurde. Ein beliebtes Ausflugsziel der Dortmunder ist die Hohensyburg im Süden der Stadt.
Rezensionen
"Das großformatige Buch bietet neben schönen Bildern reichhaltige Informationen über Geschichte, Menschen und Themen wie Ruhrdeutsch und ist genauso lesens- wie das Ruhrgebiet sehenswert."
Westfalenpost, Nr. 184, 10.8.2010, S. PTS 0184
"Das Ruhrgebiet als 'Kulturhauptstadt 2010' macht den imposanten Wandel der als Kohlenpott verschrienen in eine touristisch interessante Region deutlich. Das Autorenteam unterstreicht das mit dem neuen Bildband und gewährt u.a. spannende Einblicke unter Tage [...]"
MAZ-Ratgeber, 24./25.7.2010, S. V7
"[...] Bildband. Gemacht haben ihn drei Ortskundige, alle gebürtig aus der Region oder ihrem Umfeld. Und entsprechend fällt ihr Blick [...] fundiert aus. [...] bekommt man in Wort und Bild einen guten Einblick in eine 'Ruhrpott-Welt' [...] Fazit: In der Summe ein stimmiger Band, für den mehrmaliges Durchblättern und Schauen aber notwendig ist, damit man keines der vielen Fotodetails übersieht."
Neue Westfälische/Neue Osnabrücker, 17./18.7.2010
Fotograf/-in:
Brigitte Merz ist in Mönchengladbach geboren und aufgewachsen sowie mit dem Ruhrgebiet eng verbunden. Heute lebt sie als freie Fotografin in Freiburg.
Autor/-in:
Reinhard Ilg Skandinavien- und Schweizspezialist, hat sich mit seinem Redaktionsbüro northern lights text & Kommunikation auf nordische Themen und die Schweiz spezialisiert und bereits zahlreiche Bücher und Texte veröffentlicht.
Im Verlagshaus Würzburg sind von Reinhard Ilg bereits Bildbände über die Schweiz, Norwegen, Dänemark, Litauen, Hamburg und Nordeuropa erschienen.
www.northernlights.de
Autor/-in:
Christoph Schumann ist Journalist und Buchautor in Hamburg, hat zahlreiche Reiseführer, Reportagen, Bildbände u.a. veröffentlicht.
www.northernlights.de
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